SURREALISMUS – eine geistige Bewegung

Surrealismus bezeichnet eine geistige Bewegung, die sich seit den 1920er Jahren als Lebenshaltung und Lebenskunst gegen traditionelle Normen äußert. Sie findet bis in die Gegenwart sowohl philosophisch als auch in den Medien, Literatur, Kunst und Film ihren Ausdruck.


Der Surrealismus war keine künstlerische Bewegung, sondern eine Haltung gegenüber dem Leben, die alle nachfolgenden Kunstformen geprägt hat.


Kontext und Definition

Das Wort “surreal” erschien erstmals 1918 in Apollinaire und wurde erst 1924 mit der Publikation “Manifesto” von André Breton bekannter.
“Der Surrealismus ist reiner psychischer Automatismus, mit dem versucht wird, das tatsächliche Funktionieren des Denkens in Abwesenheit jeglicher Kontrolle auszudrücken, die von der Vernunft ausgeübt wird, abgesehen von jeglichen ästhetischen oder moralischen Bedenken.” André Breton.

Auf der Suche nach einem revolutionären Wandel in Kunst und Leben.


Im Unterschied zum satirischen Ansatz des Dada werden gegen die herrschenden Auffassungen vor allem psychoanalytisch begründete Theorien verarbeitet. Traumhaftes, Unbewusstes, Absurdes und Phantastisches sind daher Merkmale der literarischen, bildnerischen und filmischen Ausdrucksmittel. Auf diese Weise sollen neue Erfahrungen gemacht und neue Erkenntnisse gewonnen werden.