NVA Fla-Raketenstellung Klosterfelde

Bis zum Ende des Kalten Krieges war für Zivilisten die NVA Fla-Raketenstellung 4123 nordwestlich von Klosterfelde ein Areal terra incognita. Der ehemalige, streng geheime Militärkomplex ist bestens verborgen im Wald, die Unterstände und Gebäude in Erdhügeln wirken heute noch gut getarnt.


Die Funktion des Fla-Raketenanlage war die Luftverteidigung Berlins mit einer Übergangszeit von 6 Minuten zur Bereitschaftsstufe 1. In den siebziger Jahren bis 1990 war die Fla-Raketenstellung Klosterfelde mit Raketen vom Typ S 75 Wolchow ausgerüstet. Dieses Waffensystem hatte eine Reichweite von 7 bis 40 km. Die Feuerstellungen verfügten über elektrisch verschiebbare Dächer mit Tarnanstrich. Die startbereiten Raketen wurden mit Transport-Ladefahrzeugen, meist vom Typ SIL 157 in die Startbatterie gebracht. In der Nähe der Startrampen hielten sich die Besatzungen in Erdbunkern auf.


Die Panoramen der ehemaligen NVA Fla-Raketenstellung Klosterfelde zeigen das Batteriegelände im Herbst 2012.