Herrenhaus und Feldsteinkirche in Warchau

Das in Warchau gelegene ehemalige Allodial-Rittergut mit seinem Herrenhaus, der Feldsteinkirche und der Parkanlage mit Tulpenbaum, Sumpfzypresse und Schwarznussbaum zeugt von der Geschichte des Ortes. Im Jahre 1475 erhielt die Magdeburger Familie von Schildt das Dorf Warchau als Lehngut von dem Erzbischof von Magdeburg, dem Pfalzgraf Johann.


Der Johanniterritter Friedrich Adolph Ferdinand von Britzke kaufte 1818 das Rittergut von den Besitzern des Schild’schen Geschlechts. Unter seinen Händen begann das gänzlich verwüstete Gut neu aufzublühen. Nach 1871 wurde die bisherige, einheitliche Architektur des Herrenhaus verändert und mit dekorativen Fachwerk ergänzt. Ab 1945 diente es als Kindergarten und Wohngebäude.


Die denkmalgeschützte Feldsteinkirche ist um 1200 erbaut worden. Die Wände der Kirche sind aus unbehauenen, regionalen Findlingen gefertigt und innen mit Kalkputz und Wandmalereien versehen. Licht dringt durch die schmalen, hochliegenden Fenster mit Spitzbogen hinein. Der Kirchturm wurde erst im 18. Jahrhundert errichtet. Die Parkanlage am Herrenhaus Warchau ist um 1800 entstanden. Darin finden sich der Teich und botanische Seltenheiten wie der aus Nordamerika stammende Tulpenbaum, der Schwarznussbaum und eine vom Blitzschlag gezeichnete echte Sumpfzypresse. Weitere Bäume im Park sind Trauerweide, Linde, Silberpappel, Eiche, Pyramideneiche, Blutbuche und Platane.