Botanischer Volkspark Pankow

Der Botanische Volkspark Pankow ist eine öffentliche Grünanlage und Gartendenkmal im Berliner Ortsteil Blankenfelde. Er ist umgeben von Wäldern und Wiesen mit Lebensraum für Rebhuhn und Fasan. Der Park selbst ist 34 ha groß und beherbergt 6000 teilweise seltene Pflanzen und Bäume, drei Schaugewächshäuser mit dem Café Mint, eine Geologische Wand, ein Eichen-Hainbuchen-Wald, Felder, Kirsch- und Apfelbäume und ein Wildgehege.


Wer einen Tulpenbaum, einen Kuchenbaum oder einen Erdbeerbaum sehen möchte, findet diese hier. Selbst ein ausgestorben gegoltener Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides), auch Chinesischer Mammutbaum oder Chinesisches Rotholz genannt, steht in der Gartenanlage. Erst im Jahre 1941 wurde er anhand von Versteinerungen beschrieben. Im selben Jahr wurden jedoch lebende Exemplare in China gefunden.


1909 wurde der Volkspark auf ehemaligen Rieselfeldern die Anlage als zentraler Schulgarten angelegt. Dessen wichtigste Aufgabe war die Anzucht und Lieferung von Pflanzenmaterial für den Botanik- und Zeichenunterricht in den Berliner Schulen.
Während den beiden Weltkriegen versorgte die Anbaufläche des Parks die Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Nahrungsmitteln. Nach 1945 wurde die botanische Anlage wiederhergestellt. 1952 wurde sie als Zentralstation der Jungen Naturforscher “Walter Ulbricht” genutzt und bekam an Wandertagen von Hort und Schule regelmäßig viele Besucher.


1977 wurde der Volkspark Pankow von der Humboldt Universität als wissenschaftlich-botanische Anlage übernommen. Der um 1911  angelegte Wald wurde erweitert, ein Arboretum europäischer Baumarten geschaffen und die vorhandenen Pflanzen und Bäume wurden beschildert.
Ab 1994 war das Bezirksamt Pankow zuständig und seit Januar 2011 ist die “Grün Berlin GmbH” neuer Träger. Die künftige Nutzung liegt in den Bereichen Bildung, Freizeit und Gesundheit. Damit schließt sich für den Volkspark Pankow ein Kreislauf zurück zum ursprünglichen Zweck des Geländes, der botanischen Bildung von Kindern und Jugendlichen.