Bischofsresidenz Burg Ziesar

Bischofsresidenz Burg Ziesar mit Glassaal-Architektur: Architekturbüro Kühn-von Kaehne und Lange, Potsdam


Die Burgkapelle der Bischofsresidenz Burg Ziesar ist ein bedeutendes Bauwerk des späten Mittelalters, ein sehenswertes Gotteshaus der gotischen Architektur. Die fast vollständig erhaltenen Wand- und Gewölbemalereien im Inneren und die reich verzierte Fassade machen sie zu einem kunsthistorisches Denkmal.


1470 weihte der Bischof von Stechow in der Burg Ziesar eine der Bischofsresidenz würdige Burgkapelle. Sie hat einen rechteckigen gewölbten Backsteinsaal mit steinernen Emporen und kapellenartigen Nischen. In dem eindrucksvollen Raum sind die Wände mit gemalten Wandbehängen geschmückt, einem umlaufenden Fries abgesetzt und mit grünmonochromer Rankenmalerei bemalt. Die Wände der seitlichen Nischen sind versehen mit einer Mondsichelmadonna, der Wurzel Jesse und einem vermutlichen Marienstammbaum.


Die Burgkapelle wurde nach der Reformation nur noch selten für den Gottesdienst genutzt. Zum Ende des 17. Jahrhunderts übertünchten Calvinisten die Malereien mit weißer Farbe. Nur darum konnten die mittelalterlichen Malereien über die Jahrhunderte gerettet und letztlich auch restauriert werden.
Die Burgkapelle der Bischofsresidenz Burg Ziesar steht der katholischen Gemeinde seit 1952 als Gotteshaus zur Verfügung.